Seit Anfang 2026 ist in unseren Betrieb in Schweinfurt eine neue Fertigungslinie eingezogen: Toleranzringe – vielseitig einsetzbare, präzise Welle-Nabe-Verbindungsstücke zum Einpressen zwischen Lagerbohrung und Welle.

Der Technologiekonzern Bosch-Rexroth ist für die Kritzner Metalltechnik GmbH schon lange einer der wichtigsten Auftraggeber – und noch länger einer der führenden Hersteller von Toleranzringen. Bis Ende 2025 fertigte Bosch Rexroth diese am Standort Volkach. Aus strategischen Gründen suchte man dort allerdings nach einer neuen Heimat für die Sparte und bot diese unserem Inhaber und Geschäftsführer Thomas Kritzner an. Dieser musste nicht lange überlegen und sagte zu.

Oberste Prämissen bei der Übertragung waren die unverminderte Beibehaltung von Qualität und Verlässlichkeit bei der Auftragsabwicklung. Für ersteres bildete unsere Geschäftsleitung ein neues Team, darunter Produktionsmitarbeiter, die in Volkach intensiv in den Herstellungsverfahren geschult wurden – an den Maschinen, die ebenfalls mit übernommen wurden.

Anstelle von Bosch Rexroth ist also nun die Kritzner Metalltechnik GmbH als Hersteller von Toleranzringen gelistet, der die Original-Bosch-Rexroth-Toleranzringe in aktuell ca. 600 Varianten mit Durchmessern von 5 bis 400 mm fertigt und ausliefert.
Der “Deal“ beinhaltet auch Kundenstamm, Vertrieb und Support. Als Projektleiter fungiert Robin Walter, Philip Knittel kümmert sich um den Vertrieb. Etwa die Hälfte des Sortiments ist in einem Webshop verfügbar.

Nischenprodukt als Türöffner mit Potenzial

„Wir wollen, dass der Kunde die gleiche Qualität bekommt, die er bisher von Bosch Rexroth gewohnt war, und mit unserem neuen Team sind wir dazu bestens aufgestellt“, sagt unser Prokurist Manfred Knittel zufrieden. Für die Kunden ändert sich im Prinzip nichts außer die Bezugsquelle, sogar die Artikelnummern bleiben gleich. Einen echten Vorteil gibt es für Kunden mit geringerem Bedarf. So bieten wir auch die Lieferung von Kleinserien an. Dadurch sollen Kunden bedarfsgenau bedient und Überproduktionen vermieden werden.

Als jährliches Mindestproduktionsziel nennt Manfred Knittel die Zahl von 1 Mio. Toleranzringen, eine anhand des übernommenen Kundenstamms realistische Größe mit Steigerungspotenzial. Für Thomas Kritzner sind Toleranzringe zudem kein Kern-, aber ein hochqualitatives Nischenprodukt. Und es soll zum Einstiegsprodukt für neue Geschäftsbeziehungen und damit zum Türöffner auch für andere Fertigungsaufträge werden.